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Gemeinsame Wissenschaftskonferenz beschließt wichtige Bund-Länder-Pakte

Im Rahmen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschließen Bund und Länder wichtige Vereinbarungen für die deutschen Hochschulen. Im Bild: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (Foto BMBF/ Hans-Joachim Rickel), jpg, 52.6 KB
Im Rahmen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschließen Bund und Länder wichtige Vereinbarungen für die deutschen Hochschulen. Im Bild: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (Foto BMBF/ Hans-Joachim Rickel)

Unter dem Vorsitz von Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, hat am vergangenen Freitag, 3. Mai 2019 die gemeinsame Wissenschaftskonferenz in Berlin wichtige Bund-Länder-Vereinbarung beschlossen. Die Einigung hinsichtlich der drei Pakte „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“, „Innovation in der Hochschullehre“ und „Pakt für Forschung und Innovation“ soll die Qualität der deutschen Hochschullandschaft sichern und weiter ausbauen. Hierfür werden Investitionen von mehr als 160 Milliarden Euro veranschlagt.

So werden mit den Vereinbarungen die Hochschulen darin unterstützt, aufgebaute Studienkapazitäten zu erhalten und Qualitätsverbesserungen von Studium und Lehre voranzutreiben. Gezielt wird damit auch die Lehre an den Hochschulen gestärkt und deren Weiterentwicklung gefördert. Außerdem soll die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems und der strategischen Weiterentwicklung der Wissenschaftsorganisation garantiert werden.

Die Vereinbarungen sind auch für die Lehre und Forschung im Land Bremen von Bedeutung:

Mit dem erfolgreichen Abschluss des „Zukunftsvertrages Studium und Lehre stärken“ wird Bremen ab 2021 verlässlich von Bundesmitteln in Höhe von jährlich mindestens 26 Mio. Euro profitieren. Damit können, wie im Wissenschaftsplan 2025 vorgesehen, die vorhandenen Studienplätze in der Breite gesichert, in besonders nachgefragten Bereichen ausgebaut und somit auch der Fachkräftebedarf gesichert werden. Bund und Länder haben den „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ unbefristet abgeschlossen. Dies gibt den Hochschulen des Landes die Möglichkeit bislang befristete in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln, schafft so verlässliche Beschäftigungsverhältnisse und hilft hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bremen zu halten. Wesentliche Strukturen der Qualitätssicherung von Studium und Lehre, die die bremischen Hochschulen in den vergangenen Jahren u.a. im Zuge der Systemakkreditierung geschaffen haben, können mit den Mitteln des Zukunftsvertrages langfristig gesichert werden.

Auch die Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ baut auf Kontinuität. Schon im Qualitätspakt Lehre waren Universität Bremen, Hochschule Bremerhaven und Hochschule für Künste mit ihren Anträgen für innovative Lehre erfolgreich, konnten von 2011-2020 insgesamt ca. 24 Mio. Euro einwerben und haben damit u.a. ihr Lehr- und Studiengangsprofil des forschenden Lernens wesentlich geschärft. Mit der Fortführung des Qualitätspaktes Lehre haben die bremischen Hochschulen nun auch in Zukunft die Möglichkeit, mit neuen Anträgen ihre Hochschullehre und damit die Studienqualität weiterzuentwickeln. Die Bremischen Hochschulen werden zukünftig von der Möglichkeit zur Vernetzung im Rahmen der Bund-Länder-Vereinbarung zur „Innovation in der Hochschullehre“ profitieren. Auch dies ist ein wichtiges Element, um eine qualitativ hochwertige und international wettbewerbsfähige Lehre dauerhaft zu stärken.

Der Pakt für Forschung und Innovation bietet für Bremen hervorragende Rahmenbedingungen, um weiterhin erfolgreich exzellente Forschung am Standort Bremen betreiben zu können. So haben sich in der Vergangenheit insgesamt 13 gemeinsam von Bund und Ländern finanzierte Forschungsinstitute in Bremen angesiedelt. Hierzu zählen etwa das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, das DLR Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen oder das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung. Das ist – im Verhältnis zur Einwohnerzahl Bremens – bundesweit einzigartig. In den vergangenen Jahren hat das Land mit der Gründung der U Bremen Research Alliance die Vernetzung der Forschungsinstitute sowohl untereinander als auch mit der Universität konsequent gefördert. Die U Bremen Research Alliance ist eine Kooperationsplattform für Forschungsvorhaben und für den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Wissenschaftsplan 2025 wird das Land die Einbindung der von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Einrichtungen in die Forschungs- und Transferschwerpunkte weiter intensivieren. Wie erfolgreich Bremen im Rahmen der Bund-Länder-Programme ist, sieht man am Nettozufluss der Bundesmittel nach Bremen: Nach der aktuellen Aufstellung der GWK der Finanzströme in der gemeinsamen Förderung von Wissenschaft und Forschung durch Bund und Länder flossen 351 Euro Bundesmittel je Einwohner im Jahr 2016 nach Bremen. Das ist ein Spitzenwert unter allen Bundesländern. Der Durchschnitt aller Länder liegt zum Vergleich bei 111 Euro je Einwohner.