Sie sind hier:

Tiere

Tierschutz

Das Arbeitsgebiet umfasst alle allgemeinen Fragen des Tierschutzes. Hierzu gehören insbesondere die Haltung der landwirtschaftlichen Nutztiere vom
Rind bis zur Legehenne einschließlich des Transports und der Schlachtung.
Weitere wichtige Probleme sind u.a. die Haltung von Zoo- und Zirkustieren,
Versuchstieren sowie von Pferden und allen Heimtieren.
Unterstützt wird die Behörde durch den Bremer Tierschutzbeirat, dessen
Geschäftsführung hier wahrgenommen wird.
Konkrete Beschwerden über vermutlich mangelhafte Tierhaltungen oder
Tierquälereien werden vom Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen als Überwachungsbehörde bearbeitet.

Ansprechpartner für Tierschutzfälle

Tierversuche

Eine weitere Aufgabe der senatorischen Behörde ist die Genehmigung von
Tierversuchsvorhaben. Tierversuche dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen, die sehr restriktiv durch das Tierschutzgesetz festgelegt
sind, durchgeführt werden. So werden Genehmigungen nur erteilt, wenn der
wissenschaftlich notwendige Zweck der Versuche nicht durch versuchstierfreie Alternativmethode erreicht werden kann und auch die ethische Vertretbarkeit gegeben ist.
Die Behörde wird dabei durch eine unabhängige beratende Kommission, in der
neben Fachwissenschaftlern auch Tierschützer mitwirken, unterstützt.

[H6 11.2010]

[FETTRechtsstreit mit der Universität Bremen]
[FETTAblehnung eines Tierversuches mit Makaken durch die Gesundheitsbehörde]

Das Gesundheitsressort lehnt die weitere Genehmigung der an der Universität Bremen durchgeführten Primatenversuche ab. Das Versuchsvorhaben, das seit 1998 läuft, wurde im Jahr 2008 nicht erneut genehmigt. Die Gründe hierfür sind in dem [LINK9423;Widerspruchsbescheid] der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales ausführlich dargestellt. Das Verwaltungsgericht Bremen hat die ablehnenden Bescheide der Behörde mit [LINK9426;Urteil vom 28.05.2010] aufgehoben und ihr mit einem [LINK9424;Eilbeschluss] vom 16.06.2010 aufgegeben, die Tierversuche vorläufig weiter zu gestatten.

Mit der Broschüre [LINK9425;Vertrauen in Forschung - Hirnforschung an der Universität Bremen] legt die Universität Bremen ihre Position zu dem Forschungsvorhaben dar und nimmt zu dem Rechtsstreit Stellung.

Die Bremer Gesundheitsbehörde ist gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28.05.2010 in die Berufung gegangen. Die Behörde wendet sich gegen die Ansichten des Verwaltungsgerichts, der gesellschaftliche Wertewandel dürfe nicht in die Entscheidung der Behörde einbezogen werden; zudem habe die Behörde keinen Ermessensspielraum bei der Abwägung zwischen Belastung und Nutzen der Tierversuche. Obwohl die Behörde der Auffassung ist, dass der Ablehnungsbescheid rechtmäßig ist, wird sie der Aufforderung des Gerichts folgen und die Frage der Belastung der Tiere sowie die Bedeutung des Forschungsvorhabens durch weitere Sachaufklärung noch genauer als bisher darstellen, um das gerichtliche Verfahren zu befördern.

Tierkörperbeseitigung

Neben Grundsatzfragen der Tierkörperbeseitigung wird für das Gebiet der Stadtgemeinde Bremen die Beseitigung von toten Tieren, Tierkörperteilen (Schlachtabfällen) und tierischen Erzeugnissen (z.B. Speiseabfälle) organisiert.

Mit der Abholung toter Tiere beauftragt ist die
Tierkörperbeseitigungsanstalt SNP
Rotenburg – Mulmshorn
Telefon: 04268/ 93 130
Fax: 04268/ 93 1320

Kleintierkörper (Hunde, Katzen und andere Heimtiere) können auch abgegeben
werden bei den Sammelstellen der
ENO-Entsorgung Nord GmbH
Tel: 618 4332
in der Benningsenstr. 28
28207 Bremen
oder Aumunder Feldstr. 45
28757 Bremen.

In Bremerhaven können Kleintierkörper abgegeben werden an der Sammelstelle
beim Tierheim
Wurster Straße 220
27580 Bremerhaven
Tel: 0471/ 83257.

Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen

Die grundlegenden Aufgaben in der Tierseuchenbekämpfung sind:

  • die Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Tierseuchen und anderer wichtiger Tierkrankheiten auf Mensch und Tier im Inland
  • die Abwehr der Einschleppung dieser Krankheiten aus dem Ausland
  • die Mitverantwortung für einen seuchenfreien Tierbestand in der Europäischen Union (EU).

Dabei wird den von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten besondere Beachtung geschenkt und mit der Gesundheitsfachverwaltung zusammengearbeitet.
In Bremen sind die Aufgaben der Tierseuchenbekämpfung verteilt auf
die für das Veterinärwesen zuständige Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit SBWG Referat 42,
den beigeordneten Dienstellen des Lebensmittelüberwachungs- Tierschutz- und Veterinärdienst Bremen und das
Landesuntersuchungsamt Bremen zwischen denen eine enge Zusammenarbeit besteht.

Die Aufgaben der senatorischen Dienststelle des SBWG in der Vorbeugung und Bekämpfung übertragbarer Tierseuchen und anderer wichtiger Tierkrankheiten bestehen in der Bearbeitung von Grundsatzfragen:

  • zur Auslegung und Durchführung tierseuchenrechtlicher Vorschriften
  • zur Zulassung und Erteilung von Genehmigungen nach tierseuchenrechtlicher Vorschriften
  • zur Gefahrenabschätzung und Risikobewertung durch Tierkrankheiten
  • zu tierseuchenrechtlichen Fragen beim Handel mit Tieren und Waren
  • zu tierseuchenrechtlichen Fragen bei der Ein-, Aus, Durchfuhr und dem innergemeinschaftlichen Verbringen von Tieren und Waren
  • Aufsicht, Planung, Lenkung, Koordinierung und Weisung auf den betroffenen Gebieten
  • Mitwirkung bei Neufassung und Änderung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften des Bundes sowie der EU mit fachlichen Stellungnahmen
  • Vertretung des Landes Bremen in den entsprechenden Fachgremien des Bundes und der Länder
  • Erarbeitung von notwendigen Vorschriften und Konzepten für Bremen
  • Fachliche Leitung des Krisenzentrums des Landes Bremen bei der Bekämpfung hochansteckender Tierkrankheiten (z. B. Maul- und Klauenseuche).

Aktuelle Informationen zur Tiergesundheit können Sie auf den Seiten des Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft nachlesen.