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Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe

Psychiatrie

Im Land Bremen gibt es ein vielfältiges Angebot an psychiatrischen Hilfen und Unterstützungen. Diese reichen von stationären psychiatrischen Behandlungen über ambulante Behandlungsangebote bis hin zu Hilfen und Betreuungsangeboten beispielsweise in den Bereichen Wohnen und Arbeiten. Anbieter der Hilfen sind die regionalen psychiatrischen Behandlungszentren der Kliniken Bremen-Ost und Bremen-Nord, die Ameos Klinik Dr. Heines und das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide, die niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Träger aus dem Bereich der Freien Wohlfahrtspflege.

Die Aufgaben der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz bestehen in der strategischen Steuerung des Gesamtsystems unter fachlichen Aspekten und ökonomischen Notwendigkeiten einschließlich planerischer Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Hilfen und Leistungen für psychisch kranke Bürgerinnen und Bürger (Erwachsene, Jugendliche und Kinder). Das beinhaltet unter anderem die Mitarbeit in entsprechenden Gremien auf Landesebene, die Erarbeitung bzw. Mitgestaltung von Landesgesetzen, die Mitwirkung an Bundesgesetzgebungen sowie die Entwicklung fachlicher Rahmenvorgaben unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten.

Außerdem hat der Senator für Gesundheit nach dem Bremischen Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten, dem (PsychKG), die Fachaufsicht über die Durchführung von Unterbringungen nach diesem Gesetz und über den Maßregelvollzug im Lande Bremen.

In den Maßregelvollzug, der für das Land Bremen im Klinikum Bremen-Ost durchgeführt wird, kommen Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung straffällig geworden sind und als nicht bzw. eingeschränkt schuldfähig vom Gericht dorthin eingewiesen werden.

Suchtkrankenhilfe

Das Suchtkrankenhilfesystem im Land Bremen bietet umfangreiche ambulante, teilstationäre und stationäre Hilfs- und Behandlungsangebote. Die Leistungen werden fast ausschließlich durch "freie Träger" erbracht, die Kostenträgerschaft liegt differenziert nach den jeweiligen Leistungssegmenten entweder beim Land oder der Kommune (Grundversorgung, Beratung, betreute Wohn- und Arbeitsformen), den Krankenkassen (Substitution und Entgiftung) bzw. den Rentenversicherungen (medizinische Rehabilitation).

Die Aufgabe der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz liegt in der strategischen Steuerung des Hilfs- und Behandlungssystems und der Koordination der Sucht- und Drogenpolitik des Senats, die gekennzeichnet ist durch die Säulen der Prävention, der Schadensminimierung, Behandlung und Repression. Dazu gehört unter anderem die Mitwirkung bei der Weiterentwicklung gesetzlicher und finanzieller Rahmenbedingungen entsprechend der aktuellen Bedarfe auf Landes- und Bundesebene.