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Die Geburt

„Bremer Bündnis zur Unterstützung der natürlichen Geburt“ stellt Empfehlungen vor

Sechs Personen stehen lachend nebeneinander: Frau Helmke, Frau Dr. Holthaus-Hesse, Frau Schiffling, Herr Senator Dr. Schulte-Sasse, Frau Hauffe, Herr Dr. Frambach - Sie haben die Empfehlungen des Bündnis zur Unterstützung der natürlichen Geburt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Gruppenfoto auf der Pressekonferenz des Bremer Bündnisses zur Unterstützung der natürlichen Geburt 2015. Quelle: Senatspresssestelle

Der Gesundheitssenator Dr. Hermann Schulte-Sasse und die Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe haben am 16. Januar 2013 gemeinsam mit Bremer Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Hebammen aus Klinik und Praxis gemeinsam mit Kinderärztinnen und -ärzten und Krankenkassen ein Bündnis zur Unterstützung der natürlichen Geburt gegründet.

Das Bündnis hat gemeinsame Empfehlungen für die Betreuung von Schwangerschaft und Geburt erarbeitet. Alle in der Geburtshilfe Tätigen sollen so Frauen dabei unterstützen, ihre Kinder auf natürlichem Wege zur Welt zu bringen. Die Kaiserschnittrate liegt wie in anderen Bundesländern auch bei rund 30 Prozent. Senator Dr. Hermann Schulte-Sasse sagte auf der Pressekonferenz am 28. April 2015: "Es sollte alles getan werden, um die natürliche Geburt als eine tatsächliche Option für die Frauen zu erhalten." Die gesamte Pressemitteilung sowie die Empfehlungen des Bündnisses können Sie auf der Internetseite der Senatspressestelle lesen.

Die Empfehlungen des Bremer Bündnis zur Unterstützung der natürlichen Geburt (pdf, 6.5 MB) können Sie hier nachlesen.

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Auftakt zur Kampagne "Natürliche Geburt"

Beckenendlage und Expertinnen-Standards der physiologischen Geburt waren Thema

Umriss einer schwangeren Frau mit dem Schriftzug Bremer Bündnis natürliche Geburt
Logo des Bremer Bündnis natürliche Geburt

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung zur Öffentlichkeitskampagne wurden am 10. Juni 2015 Fachvorträge über aktuelle Aspekte der natürlichem Geburt gehalten und im Anschluss diskutiert. Zu der Veranstaltung waren rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Klinikum Links der Weser gekommen. Neben der Diskussion um die konkrete Umsetzung der Empfehlungen standen zwei Themen besonders im Fokus.

Herr Dr. Neumann aus dem Klinikum Links der Weser zeigte den Anwesenden in einer anschaulichen Präsentation, nach welchen Kriterien ein Kind zur Welt gebracht werden kann, dass sich in einer so genannten Beckenendlage befindet. Eine Beckenendlage liegt dann vor, wenn das Baby im Mutterleib "falsch" herum liegt und deshalb mit den Füßen zuerst auf die Welt kommt.

Ein weiteres Thema waren die Erfahrungen der Einführung des "Expertinnen-Standard physiologische Geburt" im Klinikum Bremen-Nord. Diese Standards könnten dazu beitragen, mehr Frauen zu einer natürlichen Geburt zu ermutigen. Ein Element dabei sei die Hebammensprechstunde, die schwangere Frauen wahrnehmen können, um sich ausführlich und kostenlos beraten zu lassen.

Die Einladung zur Auftaktveranstaltung und Liste der Mitglieder des Bremer Bündnis natürliche Geburt (pdf, 1 MB) können Sie hier einsehen.

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Vertrauliche Geburt - Änderung des Schwangerenberatungsgesetzes

Das Schwangerenberatungsgesetz wurde am 1. Mai 2014 geändert. Durch die Änderung ist nun auch eine vertrauliche Geburt möglich. Das heißt, eine Frau kann anonym in einem Krankenhaus entbinden und das Baby danach abgeben. Der Bund übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit der Geburt sowie der Vor- und Nachsorge entstehen und in anderen Fällen üblicherweise von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden.

Der Name der Mutter, Geburtsdatum und Anschrift werden in einem mit einem Pseudonym gekennzeichneten versiegelten Umschlag beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufbewahrt. Im Alter von 16 Jahren können Kinder den Umschlag einsehen.

Beratungen in Bremen führt die Fachstelle Cara durch.

Das Gesetz über Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen - Schwangerenberatungsgesetz können Sie hier aufrufen.

Das Bundesfamilienministerium hat weiterführende Informationen zum Gesetz und ein Internetangebot bereitgestellt.

Informationsbroschüre zur vertraulichen Geburt (pdf, 1.1 MB)
Quelle: Bundesfamilienministerium

Mehrsprachiger Flyer zur vertraulichen Geburt (pdf, 313.5 KB)
Quelle: Bundesfamilienministerium

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