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Senatorin Quante-Brandt über Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

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Senatorin Quante-Brandt hielt gestern Abend (10.08.2016) ein Grußwort anlässlich einer Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus". Sie erinnerte an die menschenverachtende, perfide Tötungsmaschinerie in der NS-Zeit. Senatorin Quante-Brandt: "Die Ärzte im "Dritten Reich" mordeten mit medizinischer Routine, assistiert von Pflegekräften. Sie töteten mit Kohlenmonoxid und durch Luftinjektionen, "optimierten" das medizinische Töten durch Über- oder Untermedikation, durch ausgeklügelte "Hungerkost" oder systematische Vernachlässigung." Allein in Bremen und Bremerhaven zählten etwa 800 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer zu den Opfern der nationalsozialistischen Medizinverbrechen.

Stephanie Dehne mit Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, JPG, 43.7 KB
Stephanie Dehne mit Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt

In Ihrer Rede betonte die Senatorin, dass die Erinnerung an die Geschichte unsere demokratische Wachsamkeit schärft: "Für eine offene und tolerante Gesellschaft müssen wir immer wieder offensiv eintreten – gegenüber all jenen, denen Vielfalt zuwider ist und die eine lebendige und manchmal anstrengende Demokratie abschaffen wollen."
Realisiert von der KulturAmbulanz Bremen und unter der Schirmherrschaft des Bremer Bürgermeisters Carsten Sieling, ist die Ausstellung vom 4. August bis zum 6. September 2016 in der Zeit von 9 bis 18 Uhr in der Unteren Rathaushalle zu sehen. Der Eintritt ist frei.

www.kulturambulanz.de