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Psychiatriereform auf gutem Weg

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Am 16. November 2016 hat Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt eine positive Zwischenbilanz aus der Psychiatriereform gezogen. "Wir sind in der Psychiatriereform schon wichtige Schritte vorangekommen", sagte sie bei der gut besuchten Veranstaltung "Psychiatrie 2.0 – eine Zwischenbilanz der Psychiatriereform" - im Gustav-Heinemann-Haus in Bremen-Vegesack. Dazu zählten der Auf- und Ausbau der regionalen Vernetzung und Steuerung der Leistungen und die stärkere Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen. Ein zentraler Punkt der Psychiatriereform ist die Umwandlung von stationären Plätzen in gemeindeorientierte ambulante Angebote am Lebensort der Betroffenen. Dazu zählen zum Beispiel das Home-treatment, gemeindepsychiatrische Behandlungsteams und die Ambulantisierung. Senatorin Quante-Brandt: "Mein Ziel ist, unterschiedliche Modelle und Akteure zusammenzuführen, um die bestmögliche Versorgung für psychisch kranke Menschen zu erreichen." So wurden kürzlich Modellprojekte ausgewählt, die weitere wichtige Impulse für die Verstetigung und Erweiterung der positiven Ansätze geben werden. Bei diesen Projekten geht es darum, personenzentrierte regionalen psychiatrischen Versorgung in Bremen fördern.

Hierzu gehören:

  • die Einrichtung und Förderung Gemeindepsychiatrischer Verbünde und einer regionalen Krisenversorgung mit nächtlichen Betreuungsangeboten.
  • die stärkere Einbeziehung Angehöriger und Betroffener in die Planung, Umsetzung und Evaluation psychiatrischer Versorgungsangebote.
  • die Entwicklung von Unterstützungsleistungen für Menschen, die aufgrund mangelnder Angebote lange in der Klinik bleiben oder in Heimen außerhalb Bremens untergebracht werden
  • der Einsatz von Menschen mit eigener Psychiatrie-Erfahrung, die eine spezielle Ausbildung zu Genesungsbegleitern durchlaufen haben, wird verstärkt werden.