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In der Kogge-Halle des Deutschen Schifffahrtsmuseums den Hafen der Ehe ansteuern

Sunhild Kleingärtner und Eva Quante-Brandt vor der Bremer Kogge (Foto: DSM/ Thomas Joppig), jpg, 57.4 KB
Sunhild Kleingärtner und Eva Quante-Brandt vor der Bremer Kogge (Foto: DSM/ Thomas Joppig)

Brautpaare können in der Kogge-Halle des Deutschen Schifffahrtsmuseums / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) ab sofort standesamtlich heiraten. „Da die SEUTE DEERN nach dem Brand nicht für Hochzeiten zur Verfügung steht, ist es mir ein Anliegen, dass wir Brautpaaren eine attraktive Alternative anbieten“, sagte die Stiftungsratsvorsitzende des Deutschen Schifffahrtsmuseums und Bremer Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt am Freitag, 22. Februar 2019 anlässlich eines Besuchs im DSM in Bremerhaven.

„Als besterhaltenes Schiff des Mittelalters ist die Bremer Kogge von 1380 ein herausragendes Zeugnis maritimer Geschichte“, betonte Prof Dr. Sunhild Kleingärtner, die von Quante-Brandts Idee spontan begeistert war. „Ein Schiff, das mehr als 600 Jahre überdauert hat, ist ein schönes Symbol für Paare, die den Hafen der Ehe ansteuern möchten.“ Die acht Paare, die bereits die SEUTE DEERN für ihre standesamtliche Trauung gebucht hatten, werden von Deutschen Schifffahrtsmuseum nun eingeladen, für ihre Trauung kostenfrei die Kogge-Halle zu nutzen. Weitere interessierte Paare können die Kogge-Halle dann gegen eine Aufwandspauschale mieten.

Weitere Informationen unter www.dsm.museum/mitmachen/heiraten

Senatorin Quante-Brandt war anlässlich des Brandes auf der SEUTE DEERN nach Bremerhaven gekommen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. „In solch dramatischen Situationen zeigt sich der Wert von Hilfs- und Einsatzbereitschaft. Die Einsatzkräfte haben angesichts der schwierigen Bedingungen hervorragend gearbeitet und einen noch größeren Schaden am Schiff verhindert. Und auch der Betreiber des Restaurants auf der SEUTE DEERN hat viel Anteilnahme und Solidarität von Kollegen und aus der Bevölkerung erfahren. Das ist ein gutes und hoffnungsvolles Zeichen für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft.“

Der Brand auf der SEUTE DEERN sei in tragisches Ereignis, ändere aber nichts an der festen Absicht des Landes Bremens, der Stadt Bremerhavens und des DSM, den Museumshafen und das Außengelände vor dem DSM, attraktiver zu gestalten. In einer Lenkungsgruppe wird zurzeit über das weitere Vorgehen beraten.