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Textilkennzeichnung

Hersteller und Online-Händler sind bei der Kennzeichnung von Textilerzeugnissen an nationales und europäisches Recht gebunden. Im Februar 2016 ist das neue Textilkennzeichnungsgesetz in Kraft getreten, das das überarbeitete EU-Recht (Verordnung (EU) Nr. 1007/2011) national umsetzt. Ziel des neuen Kennzeichnungsrechtes ist die Konkretisierung der Vorgaben und die Schaffung von mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Die Kennzeichnungspflicht besteht für Produkte, die zu mindestens 80 Prozent aus Textilfasern bestehen. Folgende Bestimmungen sind nun vorgeschrieben:

  • Die Kennzeichnung muss gut lesbar im Etikett und beim Onlinehandel zusätzlich in der Produktbeschreibung erfolgen.
  • Die Art und Zusammensetzung der Faser muss in absteigender Reihenfolge der Anteile ausgewiesen werden.
  • Die Verwendung von Rohstoffen tierischen Ursprungs ist anzugeben.
  • Die Kennzeichnung muss in Deutsch erfolgen.
  • Die Bezeichnungen müssen einheitlich sein und der Liste in Anhang 1 der EU-Verordnung (<-Link zur Verordnung) entsprechen.

Auch beim Kauf von Textilien ist das Thema Nachhaltigkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher von zunehmender Bedeutung. Die Bundesregierung hat das Projekt Siegelklarheit auf den Weg gebracht, das Verbraucherinnen und Verbrauchern hilft, sich bei der Vielzahl von Umwelt- und Sozialsiegeln zurechtzufinden und zertifizierte Produkte finden zu können.

Weiterführende Links

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – Siegelklarheit

Textilkennzeichnungsgesetz

Verordnung (EU) Nr. 1007/2011