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Gutes Leben

Gesundheitswissenschaften

Virtuelle Blicke in den menschlichen Körper: Lungenaufnahmen, Foto: MeVis / BMBF
Planung und Risikoanalyse für die operative Entfernung eines zentral gelegenen Lebertumors, Foto: MEVIS

Der Gesundheitsbereich ist einer der großen Wachstumsbranchen des 21. Jahrhunderts. Dabei ist die die Vermeidung von Krankheit (Prävention) ein vorrangiges gesundheits- und gesellschaftspolitisches Ziel, dessen Erreichung angesichts einer alternden Bevölkerung und des wachsenden Kostendrucks im Gesundheitssystem immer wichtiger wird.

Die Gesundheitsforschung spielt eine wichtige Rolle in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Landes. Dabei zahlt sich die langjährige wissenschaftspolitische Strategie Bremens aus, in innovative Bereiche der Gesundheitsforschung zu investieren, die sich unabhängig von den Bindungen an eine medizinische Fakultät entfalten.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Bremen konzentrieren sich auf

  • die Ursachen von Volkskrankheiten und Maßnahmen zu ihrer Prävention
  • Programme zur Gesundheitsförderung
  • Qualität in Pflege und Rehabilitation
  • wissenschaftlich fundierte Konzepte zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems unter der Perspektive von Qualitätssicherung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit
  • die Verbesserung der Qualität diagnostischer und therapeutischer Prozesse die Stärkung von Patientensicherheit: hierzu zählen die Entwicklung neuer Technologien z.B. in den Bereichen computerunterstützte Bildgebung, Robotik und Sensorik in der Medizin, klinische Studien zur empirischen Absicherung medizinischer Verfahren, Beiträge zur Arzneimittelsicherheit und zur Sicherung von Patientenrechten.

Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS

2006 startete das BIPS die auf 5 Jahre angelegte IDEFICS-Studie über ernährungs- und lebensstilbedingte Gesundheitsprobleme bei Kindern, Foto: BIPS

Das BIPS zählt zu den führenden epidemiologischen Forschungsinstituten in Deutschland und Europa. Seit dem 1. Januar 2013 ist es Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Im Fokus der Wissenschaft stehen bevölkerungsbezogene Krankheitsursachenforschung, Prävention und Gesundheitsförderung, Evaluation, Arzneimittelrisiko- und Versorgungsforschung. Mit der Aufnahme des BIPS in der überregional geförderten Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (WGL) wird die hohe Qualität und gesamtstaatliche Bedeutung der Forschungen in Bremen erneut sichtbar.

Unter anderem koordiniert das BIPS eine große europäische Präventionsstudie zu Übergewicht bei Kindern. Auch hat das BIPS eine bundesweite pharmakoepidemiologische Forschungsdatenbank mit Daten von derzeit 14 Millionen Krankenversicherten – eine der größten Datenbanken dieses Typs weltweit – als nationale Referenz aufgebaut. Mit ihr werden Fragen zu Arzneimittelrisiken und Arzneimittelanwendung, der Versorgung und der klinischen Epidemiologie bearbeitet.

Universitäre Einrichtungen in der Public Health- und Gesundheitsforschung in Bremen sind

Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin (MeVis)

MeVis-Gebäude, Foto: MeVis

Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit dem Schwerpunkt Medizintechnik gehört zu den führenden Schrittmachern auf dem Gebiet der Computerunterstützung in der bildbasierten medizinischen Diagnose und Therapie. Die vom Institut entwickelten Softwareanwendungen kommen in Kliniken und Forschungseinrichtungen in Europa, Asien und den USA zum Einsatz. Sie erleichtern, beschleunigen und verbessern z.B. die Behandlung von Tumor-, Gefäß-, Lungen- sowie neurologischen Erkrankungen.

Die konsequente Orientierung der Forschung und Entwicklung auf den breiten klinischen Nutzen wird verbunden mit der Realisierung der gesamten Innovationskette von der Grundlagenforschung bis zur Vermarktung.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

Foto: DFKI

Wichtige Beiträge in der Medizintechnikforschung leistet auch einer der beiden Forschungsbereiche am Bremer Sitz des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der intelligente Assistenz-Systeme entwickelt z.B. für Elektro-Rollstühle und Rollatoren, die physische und kognitive Einschränkungen älterer Personen kompensieren sollen. Das Bremen Ambient Assisted Living Lab dient dabei als Testwohnung für die Evaluation der Alltagstauglichkeit dieser Systeme.