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Erfolgreiche Prävention: Senatorin besuchte Gesundheitsprojekt des Jobcenters

v.l.n.r.: Tanja Ritter (Präventionsbeauftragte Land Bremen der IKK gesund plus), Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz), Ebru Bulduk (Gesundheitslotsin), Thorsten Spinn (stellvertretender Geschäftsführer Jobcenter Bremen) und Thomas Geisler (Geschäftsstellenleiter Ost II), jpg, 32.5 KB
v.l.n.r.: Tanja Ritter (Präventionsbeauftragte Land Bremen der IKK gesund plus), Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz), Ebru Bulduk (Gesundheitslotsin), Thorsten Spinn (stellvertretender Geschäftsführer Jobcenter Bremen) und Thomas Geisler (Geschäftsstellenleiter Ost II). Foto: Pressestelle Jobcenter Bremen

Prävention ist die beste Medizin! Deshalb hat Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt heute am vergangenen Freitag, 22.3.2019 die Geschäftsstelle Ost II des Jobcenters Bremen in der Kurfürstenallee besucht und sich über das dort angebotene Gesundheitsprojekt informiert. Gemeinsam mit der IKK gesund plus, die im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen die Projektkoordination des bundesweiten Projektes zur „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“ übernommen hat, geht das Jobcenter mit dem Gesundheitsprojekt ganz neue Wege. Eine Gesundheitslotsin der GKV Bremen und speziell geschulte Mitarbeitende des Jobcenters unterstützen die Kundinnen und Kunden darin, ein Bewusstsein für eine gesunde Lebensführung zu entwickeln und motivieren sie, an Maßnahmen der Prävention, der Gesundheitsförderung und Coachings der Krankenkassen teilzunehmen.

Die Kooperation zahlt sich bereits aus. Die Gesundheitslotsin konnte mit Unterstützung der Integrationsfachkräfte in der Geschäftsstelle Ost II bisher bereits mehr als 50 Kundinnen und Kunden motivieren, auf freiwilliger Basis an spezifischen Gesundheitsförderungs- und Präventionsangeboten teilzunehmen. Wegen des erfolgreichen Projektverlaufes nutzt das Jobcenter die Möglichkeit, das Gesundheitsprojekt bis Ende 2022 zu verlängern und auf das gesamte Jobcenter auszuweiten.

Senatorin Eva Quante-Brandt dankte allen Beteiligten für ihr Engagement: „Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Baustein. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um schwer erreichbare Zielgruppen mit Gesundheitsförderung und Prävention vertraut zu machen. Der integrierte Ansatz und das Zusammenspiel von Arbeitsmarkt-Vermittlerinnen und Gesundheitslotsen ist vielversprechend.“

Gunnar Mollenhauer, Pressesprecher der IKK gesund plus, sieht bereits in der Verlängerung des Projektes einen großen Erfolg. „Mit jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin an Präventionsmaßnahmen wächst die Hoffnung, deren Lebensqualität positiv beeinflussen zu können. Eine gute gesundheitliche Verfassung wirkt sich schließlich positiv auf eine erfolgreiche Integration in Arbeit aus.“

Anhaltende Arbeitslosigkeit ist nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor. Arbeitslose Menschen sind öfter und länger in stationärer Behandlung; ihnen werden öfter Arzneimittel verordnet als anderen Versicherten. Die gesundheitlichen Einschränkungen können die berufliche Eingliederung erschweren oder im schlimmsten Fall sogar verhindern. Hinzu kommt, dass gerade Arbeitslose seltener Präventionsmaßnahmen der Krankenkassen nutzen, die ihre Gesundheit erhalten. Diesen negativen Kreislauf will das Jobcenter Bremen mit dem Gesundheitsprojekt durchbrechen. „In der Vermittlung erleben wir immer öfter, dass Arbeitsaufnahmen daran scheitern, dass die Menschen körperlich oder psychisch nicht belastbar sind. Deshalb wollen wir präventiv tätig werden, früher aufklären und unterstützend eingreifen, damit die Menschen gar nicht erst labil oder krank werden“, so Thorsten Spinn, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters.

Hintergrund für das Projekt ist das am 25.07.2015 in Kraft getretene „Präventionsgesetz“. Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz - PrävG) stärkt die Grundlagen der Zusammenarbeit der Sozialversicherungsträger, Länder und Kommunen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung - für alle Altersgruppen und in vielen Lebensbereichen. Prävention und Gesundheitsförderung sollen dort greifen, wo Menschen leben, lernen und arbeiten: In der Kita, der Schule, am Arbeitsplatz und im Pflegeheim. Mit dem Gesetz werden außerdem die Früherkennungsuntersuchungen in allen Altersstufen weiterentwickelt und wichtige Maßnahmen zum Impfschutz geregelt. Eines der Vorhaben ist die „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“.