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Die Pflegeprofessionen

Für die verschiedenen Professionen in den Gesundheitsfachberufen sind trotz aller Gemeinsamkeiten viele Bedingungen sehr unterschiedlich. Im Folgenden wird versucht, für die einzelnen Berufe Erläuterungen, Informationen und Entwicklungen aufzuzeigen. Zur Entwicklung der Ausbildung sei für die nichtpflegerischen Gesundheitsfachberufe zur Information auf die Ausführung zur Bremer Bildungsoffensive in der Pflege hingewiesen, die in Teilbereichen auf die nichtpflegerischen Gesundheitsfachberufe übertragen werden können.

Bei der Angabe von Schulen und Weiterbildungsstätten erfolgt in der Regel ein Verweis auf die dortigen Webseiten, da sich dort meist genauere Informationen zur Erreichbarkeit und den konkreten Aus- und Weiterbildungsbedingungen finden. Wenn ein Link nicht funktioniert, bitten wir um einen kurzen Hinweis an

Pflege

Definition der Pflege – International Council of Nurses ICN (pdf, 41 KB)
Das Aufgabenspektrum von Pflege umfasst die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangehörigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften, sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen (Settings). Pflege schließt die Förderung der Gesundheit, Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein. Weitere Schlüsselaufgaben der Pflege sind Wahrnehmung der Interessen und Bedürfnisse, Förderung einer sicheren Umgebung, Forschung, Mitwirkung in der Gestaltung der Gesundheitspolitik sowie im Management des Gesundheitswesens und in der Bildung.

Die Darstellung der Pflegeprofessionen ist weiter unterteilt nach folgenden Stichworten:

Allgemein
Berufsordnung
Pflegebericht
Bremer Bildungsoffensive
Bremer Landesinitiative Demenz (LinDe)
Der Landesfachbeirat Pflege (LFP) und Beispiele aus seiner Arbeit
Norddeutsches Zentrum zur Weiterentwicklung der Pflege (NDZ)

Bremer Pflegeinitiative gegen den Fachkräftemangel

Im Oktober 2012 haben verschiedene Akteure - Behörden, Agentur für Arbeit, Altenpflegeschulen, Arbeitnehmerkammer und andere - die Bremer Pflegeinitiative gegründet.

Das Ziel der Pflegeinitiative ist es, dem Fachkräftemangel in der Pflege im Land Bremen aktiv entgegenzuwirken.

Hier können Sie die Rahmenvereinbarung zur Bremer Pflegeinitiative gegen den Fachkräftemangel (pdf, 39.6 KB) lesen.

In der Anlage zur Rahmenvereinbarung (pdf, 54.3 KB) werden Entwicklungen, Hintergründe und Ziele beschrieben. Konkrete Maßnahmen werden benannt und erläutert.

Allgemeine Aussagen zur Pflege

Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden hat die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Empfehlungen für den Pflegeberuf ausgesprochen, die im Folgenden beschrieben werden sollen. Zentrale Orientierung ist dabei die Entwicklung einer zukunftorientierten Pflegepolitik, die den demografischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unter Berücksichtigung der Bedeutung der pflegerischen Versorgung gerecht wird.

Pflege als größte Beschäftigungsgruppe im Gesundheitswesen leistet einen essentiellen Beitrag zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit der Bevölkerung. Dies verdient eine angemessene gesellschaftliche Anerkennung.

Das Land Bremen

  • sieht die Notwendigkeit einer starken Profilbildung der Pflege in Krankenhäusern, ambulanter und stationärer Pflege. Dies betrifft etwa die Berücksichtigung der Pflege in den Leitungen, Vertretungen und Ent-scheidungsgremien, in der Beteiligung der Pflege an Konzeptentwicklungen der Einrichtungen sowie die explizite Darstellung des Versorgungsbeitrages der Pflege z.B. in den Qualitätsberichten und der Außendarstellung.
  • unterstützt die Bundesinitiative des Pflegegipfels für die Entwicklung pflegebezogener Qualitätsindikatoren, die Grundlage einer validen Personalbemessung sein sollen.
  • sieht in der Bremer Berufsordnung ein geeignetes Instrument der professionellen Profilbildung der Pflege und wird ihre Umsetzung weiter vorantreiben und perspektivisch auf die Altenpflege ausdehnen. Zur Überprüfung der Einhaltung insbesondere der Bestimmungen zum Kompetenzerhalt werden geeignete Kontrollmaßnahmen eingesetzt werden.
  • verpflichtet sich zu einer kontinuierlichen Bestandsaufnahme von Pflegeleistungen und Pflegebedarf, um eine bedarfsangepasste Pflege zu sichern.

Pflege benötigt eine Bildungsoffensive mit dem Ziel, den zukünftigen quantitativen Bedarf an beruflich Pflegenden sowie den qualitativen Bedarf an hochwertiger Pflege decken zu können.
Das Land Bremen

  • setzt sich für den Erhalt und eine dem Fachkräftearbeitsmarkt angemessene Anpassung der Zahl der Ausbildungsplätze im Bereich der Pflege ein.
  • unterstützt die Bestrebungen zu einer einheitlichen generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung mit Spezialisierungsmöglichkeiten.
  • befürwortet die Einführung einer abgestuften Qualifikation innerhalb der Gruppe der Pflegenden. Zu differenzieren sind akademisch ausgebildete Pflegende mit Promotion, mit einem Master-Abschluss, mit einem Bachelor-Abschluss, Pflegefachkräfte mit einer traditionellen dreijährigen Ausbildung sowie evtl. zwei- und einjährige Assistentinnen- bzw. Helferausbildungen, wobei für den Bereich der Krankenpflege der Bedarf an Helferberufen in Bremen bislang nicht gesehen wird. Damit wird einerseits die Verankerung von pflegewissenschaftlicher Kompetenz in der Pflegepraxis erhöht und andererseits die bedarfsgerechte Aufgabenverteilung in multiprofessionellen Teams unterstützt.
  • hält die vertikale Durchlässigkeit in dem beschriebenen abgestuften Qualifikationsprofil für unverzichtbar.
  • fördert die Entwicklung eines erstqualifizierenden Bachelor-Studienganges für Pflege an der Universität Bremen in Kooperation mit den Pflegeschulen unter Beibehaltung einer grundständigen Ausbildung u. a. durch die Finanzierung einer Machbarkeitstudie.
  • begrüßt die durch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz ermöglichte Erlangung heilkundlicher Kompetenz für die Pflege als Schritt zur Erprobung neuer Handlungsfelder.
  • sichert die vorhandenen staatlich anerkannten Fachweiterbildungen und schafft eine Weiterbildungsrichtung ‚Gerontologie / Gerontopsychiatrie’.
  • unterstützt durch nachhaltige Maßnahmen die Umsetzung der Fortbildungspflicht für Pflegende.
  • unterstützt die Forderung nach einer einheitlichen Finanzierung der Träger für die Krankenpflege- und Altenpflegeschulen und einer Sicherung der Refinanzierung der Ausbildungsvergütungen.

Die Attraktivität des Arbeitsfeldes Pflege muss erhöht werden. Pflege muss sich als Profession mit Zukunftsperspektive für engagierte Menschen anbieten.
Das Land Bremen

  • unterstützt und fördert, dass das Arbeitsfeld Pflege sich auf der Grundlage einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung weiter ausdifferenziert, um den veränderten komplexer gewordenen Anforderungen gerecht werden zu können. Dabei werden individuelle Karriere- und Gestaltungsmöglichkeiten gefördert.
  • unterstützt die Schaffung und Verbesserung bedarfsorientierter Arbeitszeitmodelle.
  • unterstützt die Einführung von flexiblen Personalkonzepten und eines wirksamen Gesundheitsschutzes unter Berücksichtigung der Pflege als einem Frauenberuf (insbesondere Orientierung an den Bedürfnissen älterer Pflegenden).

Die Qualität der Versorgung erfordert eine bessere Kooperation und Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen.
Das Land Bremen

  • unterstützt und fördert eine umfassende sektorenübergreifende Verantwortungs- und Kooperationsbereitschaft der Berufe im Gesundheitswesen mit dem Ziel, die angemessene Versorgung der Patientinnen zu sichern.
  • unterstützt die konzeptionelle Weiterentwicklung der Schnittstellen zwischen den einzelnen Versorgungsformen.
  • erkennt den Bedarf einer Neubestimmung der Arbeits- und Tätigkeitsfelder der Berufe in der gesundheitlichen Versorgung an, insbesondere bei der Versorgung chronisch und mehrfacherkrankter Patientinnen (z.B. Palliative-Care, Wund- und Schmerzmanagement, Pflege von Demenz-Erkrankten)
  • unterstützt die Umsetzung von Leitlinien, Behandlungspfaden und Standards, um die Zusammenarbeit der Berufe zu verbessern.
  • erkennt, dass eine Veränderung der Aufgabenverteilung auch eine Anpassung und Erweiterung der Entscheidungskompetenz erfordert und empfiehlt entsprechende Neuorientierungen.
  • initiiert zur zeitnahen Umsetzung einen Bremer Runden Tisch zum Thema „Neu- und Umverteilung der Aufgabenfelder im Gesundheitswesen“.

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Berufsordnung Pflege

2004 wurde im Land Bremen die erste Berufsordnung für die Pflege erlassen, zum damaligen Zeitpunkt noch ausschließlich für die Kranken- und Kinderkrankenpflege. Nachdem inzwischen im Saarland und in Hamburg Berufsordnungen für Kranken- und Altenpflege in Kraft getreten sind und weitere Bundesländer über einen Erlass von Berufsordnungen nachdenken, wurde in Bremen 2011 die Altenpflege ebenfalls in die Berufsordnung aufgenommen. Mit dieser neuen Berufsordnung wurde der notwendige Kompetenzerwerb auf mindestens 20 Punkte bzw. Stunden pro Jahr festgelegt.

Die Berufsordnung (pdf, 40.4 KB) dient der klaren Bestimmung des komplexen, differenzierten und wissenschaftlich begründeten Berufsbildes der Pflege. Die Verantwortlichkeit der Pflegenden für ihr eigenes Handeln wird betont. Maxime des Handelns sind immer die zu pflegenden und zu betreuenden Menschen.

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Pflegebericht Bremen

2009 wurde von der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit erstmalig ein Pflegebericht für das Land Bremen erstellt. Über alle Sektoren hinweg wurden damit Fakten erfragt und gesammelt, die ein Bild der professionellen Pflege entstehen ließen. In einem zusätzlichen ergänzenden Teil wurde die Situation der Ausbildung im Land Bremen dargestellt.

In der Auswertung des Berichtes entstand zum einen die Initiative für eine Bremer Bildungsoffensive. Zum anderen wurde die Problematik der Demenzerkrankten als besonders bestimmend und belastend für die Pflege identifiziert. In der Konsequenz wurde die Bremer Landesinitiative Demenz (Bremer LinDe) ins Leben gerufen.

Gesamtbericht (pdf, 736.1 KB)
Bericht Ausbildung (pdf, 286.3 KB)

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Bremer Bildungsoffensive

Empfehlungen aus dem Bericht zur Pflegeausbildung an Fachschulen und Berufsschulen in Bremen und Bremerhaven (aus: Bericht zur Pflegeausbildung an Fachschulen und Berufsschulen in Bremen und Bremerhaven - Ergänzung des Berichtes zur Situation und Perspektiven der Pflege in Bremen und Bremerhaven 2009):

Bremer Bildungsoffensive in der Pflege
Pflege benötigt eine Bildungsoffensive mit dem Ziel, den zukünftigen quantitativen Bedarf an beruflich Pflegenden sowie den qualitativen Bedarf an hochwertiger Pflege decken zu können.

  • Die Einführung einer abgestuften Qualifikation innerhalb der Gruppe der Pflegenden wird befürwortet. Zu differenzieren sind akademisch ausgebildete Pflegende mit Promotion, mit einem Master-Abschluss, mit einem erstqualifizierenden Bachelor-Abschluss, Pflegefachkräfte mit einer traditionellen dreijährigen fachschulischen Ausbildung sowie zwei- und einjährige Assistentinnen- bzw. Helferinnenausbildungen, denen neben konkreter Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Altenhilfe eine besondere Funktion in der Ausbildungsstufung zukommt.
  • Die vertikale Durchlässigkeit ist bei dieser abgestuften Qualifikationsstruktur unverzichtbar. Um den Durchstieg von der Assistenz- / Helferinnenausbildung bis zum Master zu ermöglichen, bestehen Ausbildungsangebote für Hauptschüler, die nach Bestehen Zugang zur drei-jährigen Berufsausbildung bieten. Mit den Pflegehelferinnen- und -assistenzausbildungen ist die vertikale Durchlässigkeit schon jetzt gegeben (Maiwald 2008). Darauf aufbauend sollte die dreijährige Fachkraftausbildung künftig den Fachhochschulabschluss vermitteln und im Folgenden den direkten Zugang zu einem pflegewissenschaftlichen Studium ermöglichen, ggf. unter Anrechnung von Verkürzungszeiten.
  • Die Entwicklung eines erstqualifizierenden Bachelor-Studienganges für Pflege an der Universität Bremen in Kooperation mit den Pflegeschulen unter Beibehaltung einer grundständigen Ausbildung wurde u. a. durch die Finanzierung einer Machbarkeitstudie gefördert. Die Etablierung einer akademischen Erstausbildung in der Pflege wird ausdrücklich begrüßt.
  • Bestrebungen der Fachschulen hin zu einer einheitlichen generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung mit Spezialisierungsmöglichkeiten werden unterstützt.
  • Die durch das Pflegeweiterentwicklungsgesetz ermöglichte Erlangung heilkundlicher Kompetenz für die Pflege wird als Schritt zur Erprobung neuer Handlungsfelder gesehen und als Orientierung für weitere Entwicklungen verstanden.
  • Die vorhandenen staatlich anerkannten Fachweiterbildungen inklusive der neuen Weiterbildungsrichtung ‚Gerontologie / Gerontopsychiatrie’ werden weiterhin als wichtiges Element der Qualifizierung in der Pflege gesehen.

Bericht Ausbildung (pdf, 286.3 KB)
Bremer Bildungsoffensive (pdf, 62.2 KB)

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Erläuterungen zur Bremer Bildungsoffensive

Assistenz
Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Pflege wird weiter steigen, während gleichzeitig die Zahl der möglichen jungen Interessierten dieser Entwicklung nicht entspricht. Um sowohl die Qualität der Pflege zu sichern als auch mehr Menschen den Zugang zur Pflegeprofession zu ermöglichen, wird nicht eine Absenkung von Zugangsbedingungen, sondern die Qualifizierung junger BerufseinsteigerInnen angestrebt. Hierzu wird eine Pflegeassistenzausbildung angestrebt, die in praktischer Tätigkeit einen Zugang zur Pflege schafft. Zugleich soll eine schulische Qualifizierung erfolgen, die es ermöglicht, sich in der Pflege weiter zu qualifizieren.
Ein entsprechendes Projektvorhaben ist in Bremen in Kooperation mit Alten- und Krankenpflegeschulen geplant.

Fachschulen
Die vorhandenen Fachschulen, also Kranken- und Altenpflegeschulen, sind in der künftigen Qualifizierungslandschaft der Pflege keine Auslaufmodelle, sondern wichtige grundlegende Berufsausbildung und zugleich wichtige Brücke von beruflicher zu akademischer Pflegeausbildung.

Fachweiterbildung
Lebenslanges Lernen findet in verschiedenen Formen statt. Neben dem individuellen Studium von Fachliteratur und dem kollegialen Austausch ist Lernen in unterschiedlichen Formen organisiert.
Fortbildung dient der berufsbegleitenden Auffrischung und Aktualisierung des beruflichen Wissens, wird betriebsintern oder durch externe Anbieter in einem in der Regel zeitlich relativ geringen Umfang durchgeführt. Weiterbildung dient der Erweiterung des beruflichen Wissens über die Inhalte der Ausbildung hinaus. Dabei kann es sich um eine wesentliche Vertiefung zu bestimmten Teilaspekten handeln (z. B. Weiterbildung zur Praxisanleitung) oder eine Erweiterung des beruflichen Wissens (z. B. Case Management) handeln, die in der Regel einen relativ hohen zeitlichen Umfang hat.
Weiterbildungen, bei denen die Sicherung der Qualität der Ausbildung und damit der Arbeit mit den Patienten in besonderem staatlichem Interesse liegen, können staatlich geregelt werden und enden dann mit einer staatlichen Prüfung.
Fort- und Weiterbildungen, und in besonderem Maß die staatlich anerkannten Fachweiterbildungen, bilden ein wichtige professionelle Kompetenzerweiterung, die künftig stärker auf die akademische Ausbildung bezogen sein wird. Hierfür werden künftig die Fachweiterbildungen in der Pflege mit ECTS-Punkten versehen werden und in der Logik des Europäischen Qualifikationsrahmens verortet werden, wie dies jetzt bereits bei der Bremer Fachweiterbildung für leitende Hebammen in dem Verordnungstext formuliert wurde.

Studium
Nicht allein der europäische und weltweite Vergleich, sondern insbesondere die genaue Analyse der veränderten Anforderungen im Berufsalltag erfordert die Akademisierung der Pflege. Darum bedarf es der Möglichkeiten, einen Bachelor-, einen Master- und künftig auch einen Promotionsabschluss in der Pflege zu erlangen. Dies entspricht der ungemein gewachsenen Ausdifferenzierung der Aufgaben in der Pflege. Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales unterstützt deshalb den Start eines Bachelorstudienganges an der Universität Bremen

Generalistische Pflegeausbildung
Unabhängig vom Bremer Pflegebericht, aber in Übereinstimmung mit den dort gefundenen Erkenntnissen, wird auf Bundesebene die Zusammenführung der Kranken- und Altenpflege in einer gemeinsamen generalistischen Pflegeausbildung. Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales unterstützt diese Absicht und begleitet den Prozess in den entsprechenden Gremien und Arbeitsgruppen auf Bundesebene.

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Bremer Landesinitiative Demenz (LinDe)

In Auswertung des Bremer Pflegeberichts wurde die Notwendigkeit erkannt, sich in der Fortschreibung dem Thema ‚Demenz’ zu widmen. Dabei sollte es in Umsetzung der Ergebnisse aus dem Pflegebericht darum gehen, sektorenübergreifend und berufsgruppenübergreifend Versorgungsstrukturen in Bezug auf Zielgruppen und professionelle Handlungsstrukturen auf Optimierungsmöglichkeiten hin zu überprüfen.
Zur Identifizierung fand am 15. März 2010 ein Expertenworkshop (pdf, 146.7 KB) statt.

Expertenworkshop Marktplatz (pdf, 32 KB)

Es wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die weiter an Teilaspekten arbeiten:

  • AG Krankenhaus und Demenz
  • Standards in der Arbeit mit Demenzerkrankten
  • Arbeitsgruppe Fortbildung (berufsgruppenübergreifend)

Die Arbeit der Arbeitsgruppen wird von einem Beirat begleitet, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen Sektoren und Berufsgruppen mitarbeiten.

Führende Bremer Experten und Expertinnen wurden vom Senator für Gesundheit gebeten, Empfehlungen für den Umgang mit Demenzerkrankten im Krankenhaus zu erstellen. Diese liegen seit August 2014 vor.

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Der Landesfachbeirat Pflege (LFP)

Der Landesfachbeirat Pflege, kurz LFP, hat sich in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, gemeinsame Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für das sich verändernde Berufsfeld der Pflege zu entwickeln. Er wirkt als beratender Arbeitskreis der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit und setzt sich aus berufenen Sachverständigen verschiedener Bereiche im Berufsfeld Pflege im Land Bremen zusammen. In der Vergangenheit hat der LFP unter anderem eine Imagekampagne für die Pflegeberufe entwickelt (2003) und ein Papier zur Definition von professioneller Pflege erstellt (2006).

Imagekampagne
Die Arbeit in der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege bietet attraktive berufliche Möglichkeiten, die mit der Kampagne "Pflege: Berufe mitten im Leben" 2003 in der Öffentlichkeit dargestellt wurden.
"Das Berufsfeld Pflege ist in Bewegung und steht vor großen Herausforderungen. Der Bedarf an Pflegefachkräften, die Pflegebedürftige aller Altersstufen ambulant und in verschiedenen stationären Einrichtungen begleiten und betreuen, nimmt zu." stellte die damalige Gesundheits- und Sozialsenatorin Karin Röpke im Grußwort zu der Kampagne "Pflege: Berufe mitten im Leben" fest.
Pflegeberufe haben in den letzten Jahren eine starke Veränderung erlebt. Die Arbeit als Pflegefachkraft in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege ist mehr denn je anspruchsvoll, erfordert Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl. Pflegeberufe stehen mitten im Leben.
Die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit initiierte zusammen mit dem Bremer Landesfachbeirat Pflege, dem Senator für Bildung und vielen Pflegeeinrichtungen die Kampagne "Pflege: Berufe mitten im Leben".
Neben einem Aktionstag wurde die Kampagne begleitet von einem Plakat und einer Broschüre, die über den Aktionstag hinaus genutzt werden. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Kampagne erhoffen sich weitere Kontakte vor Ort zwischen Schulen und Pflegeeinrichtungen, damit junge Menschen auf Dauer gut informiert ihre Entscheidung für einen Pflegeberuf treffen können. Junge Menschen werden ermutigt, auch selbst bei Pflegeeinrichtungen nachzufragen, ob sie dort einen Einblick in die Berufspraxis bekommen können.

Download: Broschüre Pflege (pdf, 598.9 KB)

Definition von professioneller Pflege durch den Landesfachbeirat
Als eine Orientierung für das Berufsfeld Pflege hat der Landesfachbeirat Pflege 2006 ein Grundsatzpapier (pdf, 141.7 KB) als gemeinsames Verständnis von "Professioneller Pflege" erstellt.

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Norddeutsches Zentrum für Weiterentwicklung der Pflege (NDZ)

Das Norddeutsche Zentrum zur Weiterentwicklung der Pflege (NDZ) ist ein Zusammenschluss der Gesundheitsministerien / -senate der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Die Grundlage bildet das Dritte Abkommen über die Zusammenarbeit zum Betrieb eines Norddeutschen Zentrums zur Weiterentwicklung der Pflege, zuletzt geändert zum 01.01.2009.
Ein Verwaltungsausschuss, bestehend aus delegierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der fünf norddeutschen Gesundheitsministerien und Gesundheitsbehörden, unterstützt die Arbeit des NDZ. Er beschließt auf seinen Sitzungen die künftigen Projekte und Arbeitsfelder des NDZ.

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