Das Kompetenzzentrum Kunst auf Rezept - Netzwerk Kultur und Gesundheit ist ein Initiative der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, des Senators für Kultur und der Bremer vhs.
Ziel ist es,
Die Tätigkeitsfelder umfassen Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerk- und Gremienarbeit, Wissenstransfer, Projektentwicklung, sowie Veranstaltungsangebote.
Das Kompetenzzentrum Kunst auf Rezept - Netzwerk Kultur und Gesundheit ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Die Arbeit wird im Herbst 2026 evaluiert und eine Fortsetzung/Ausweitung geprüft.
Arts on Prescription in the Baltic Sea Region“ (2023-2025)
Von Januar 2023 bis Dezember 2025 nahm Bremen am internationalen Pilotprojekt „Arts on Prescription“ („Kunst auf Rezept“) teil. Beteiligt waren die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, der Senator für Kultur sowie die Bremer Volkshochschule. Weitere Partner kamen aus Schweden, Finnland, Lettland, Litauen, Dänemark und Polen. Das Budget des Bremer Teilprojekts betrug 460.510 €, davon 80 % EU-Förderung (Interreg Ostseeraumprogramm) und 20 % Eigenmittel.
Das Projekt basiert auf der Idee, dass künstlerische Gruppenaktivitäten das psychische Wohlbefinden stärken. Über den „Social Prescribing“-Ansatz sollten Kunst- und Kulturbereich enger mit dem Gesundheitswesen vernetzt werden. Das Angebot richtete sich an Erwachsene mit psychischen Belastungen wie Depressionen, Ängsten, Stress oder Einsamkeit. Beispielsweise konnten Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen „Kunst-Rezepte“ ausstellen, die zur kostenlosen Teilnahme an Kunstkursen und einer begleitenden Reflexionsgruppe („Kunst auf Rezept“-Gruppe) berechtigten. Diese Gruppe wurde von einer Kunsttherapeutin und einer Genesungsbegleiterin geleitet.
In über 70 teilnehmenden Praxen und Beratungsstellen wurden Kunst-Rezepte ausgestellt. 75 Personen nahmen teil, die Bremer Volkshochschule verzeichnete über 200 Anfragen. Die Evaluation zeigte positive Effekte: Teilnehmende berichteten von verbesserter Stimmung, gestärktem Selbstwertgefühl, weniger Einsamkeit und neu erlernten emotionalen Fähigkeiten. Die hohe Nachfrage und das positive Feedback bestätigten den Bedarf an solchen Angeboten.
Aufgrund des Erfolgs wird das Thema 2026 im neu gegründeten Kompetenzzentrum „Kunst auf Rezept – Netzwerk Kultur und Gesundheit“ weiterverfolgt.
Zusätzliche Informationen finden Sie hier:
Der Abschlussbericht des Projekts „Arts on Prescription in the Baltic Sea Region“ – „Kunst auf Rezept“ ist hier verlinkt: Abschlussbericht AoP (pdf, 1.8 MB)
Gemeinsame Pressemitteilung der SGFV und des SfK: "Kunst auf Rezept" erfolgreich in Bremen gestartet - Pressestelle des Senats
Website des Kompetenzzentrums „Kunst auf Rezept – Netzwerk Kultur und Gesundheit Internetseite "Arts on Prescription
Bei Interesse am Projekt "Kunst auf Rezept" wenden Sie sich bitte an:
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