Der Senat hat im August 2026 den Landesaktionsplan gegen Rassismus beschlossen. Er soll einen Beitrag zu einem entschlossenen abgestimmten Vorgehen gegen Rassismus im Land Bremen leisten. Das Handlungsfeld Gesundheitswesen des Landesaktionsplans liegt maßgeblich im Verantwortungsbereich der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz (SGFV). Seitens SGFV gibt es einige Maßnahmen und Ansätze um Rassismus im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.
Dass Rassismus im Gesundheitswesen weit verbreitet ist, zeigt der Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) mit dem Schwerpunkt Rassismus und Gesundheit: Ein erheblicher Anteil der rassistisch markierten Menschen in Deutschland berichtet von Diskriminierungserfahrungen im Gesundheitswesen. Gemäß der Studie gaben beispielsweise mehr als zwei Drittel der muslimischen Frauen an, im Gesundheitsbereich ungerechter oder schlechter behandelt worden zu sein. Mehr als jede dritte rassistisch markierte Person gab an, in ihrer Beschwerdesymptomatik nicht ernst genommen zu werden. Ferner wurde eine Benachteiligung bei der Terminvergabe in Arztpraxen deutlich. Dies verdeutlicht, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein gesamtgesellschaftlich relevantes Problem handelt.
Weitere Informationen zum Landesaktionsplan gegen Rassismus allgemein finden Sie hier: Landesaktionsplan gegen Rassismus - Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration.